Future Skills
Programme

Data Literacy Education

Das gemeinsame Programm des Stifterverbandes und der Heinz Nixdorf Stiftung dreht sich um die Vermittlung von Datenkompetenzen für Studierende aller Fächer.

Data literacy ist eine grundlegende Kompetenz, um in der digitalen Welt in Wissenschaft, Arbeitswelt und Gesellschaft bestehen und teilhaben zu können. Data literacy ist die Fähigkeit, planvoll mit Daten umzugehen und sie im jeweiligen Kontext bewusst einsetzen und hinterfragen zu können. Dazu gehört: Daten zu erfassen, erkunden, managen, kuratieren, analysieren, visualisieren, interpretieren, kontextualisieren, beurteilen und anzuwenden. Data literacy gestaltet die Digitalisierung und die globale Wissensgesellschaft in allen Sektoren und Disziplinen. Gleichzeitig müssen Hochschulabsolvierende aller Fächer über fachspezifische Datenkompetenzen für die Wissenschaft und für die Arbeitswelt verfügen.

Die Hochschulen adressieren den Erwerb von data literacy und fachspezifischen Datenkompetenzen bisher noch nicht in der Breite. Während bereits eine Reihe spezialisierter Data-Science-Studienangebote im Umfeld der klassischen Fächer Informatik, Mathematik und Statistik entstanden sind und entstehen, fehlt es noch an Konzepten und Angeboten für den umfassenden Erwerb von data literacy Kompetenzen durch Studierende aller Fächer.

 

Ziele und Schwerpunkt der Förderung

Mit dem Förderprogramm "Data Literacy Education" möchten die Heinz Nixdorf Stiftung und der Stifterverband im Rahmen der Initiative Future Skills einen Beitrag dazu leisten, den Erwerb von data literacy für Studierende aller Fächer an deutschen Hochschulen zu etablieren. Internationale Vorbilder für ein institutionelles Angebot zur Vermittlung von data literacy sind zum Beispiel das Data Science Education Program der UC Berkeley oder die Moore-Sloan Data Science Environments.

Die geförderten Lehr- und Lernkonzepte sollen jeweils mindestens einen Studienabschnitt (Bachelor, Master, Staatsexamen) oder die Promotion adressieren und für Studierende bzw. Promovierende aller Fächer angeboten werden oder zumindest auf eine fakultätsübergreifende Fächergruppe ausgerichtet sein. Konzepte, die sich auf einzelne Studiengänge oder Promotionsprogramme oder – in Hochschulen mit mehreren Fakultäten – auf eine einzelne Fakultät beschränken, sind nicht förderfähig. Die Konzepte sollen nachhaltig und mehrjährig in der Durchführung angelegt sein.

Die Implementierung von data literacy in die Curricula und ihre Vermittlung erfordert die Kollaboration der Lehrenden untereinander und eine fach- wie hochschulübergreifende Zusammenarbeit. Die Lehr- und Lernformate müssen der Kompetenz entsprechend gestaltet sein. Sie sollten digitale Methoden, Werkzeuge und Ressourcen einsetzen sowie projektbasiertes, praktisches Lernen an echten Datenbeständen vorsehen.

Foto: Pexels

Wettbewerb

Drei Hochschulen werden mit jeweils bis zu 250.000 Euro gefördert. Alle staatlichen und staatlich anerkannten Hochschulen waren eingeladen, sich mit ihren Lehr- und Lernkonzepten zu bewerben. Insgesamt wurden 47 Konzepte von 26 Universitäten, 20 Fachhochschulen und einer pädagogischen Hochschule eingereicht. Eine Jury mit Vertretern aus Wissenschaft, Wirtschaft, Politik und Zivilgesellschaft hat dann acht Hochschulen eingeladen, ihre Anträge in einer öffentlichen Auswahlsitzung am 28. September 2018 in Berlin zu präsentieren:

Bei diesem Finale hat die Jury drei Hochschulen zur Förderung ausgewählt:

  • Georg-August-Universität Göttingen
  • Leuphana Universität Lüneburg
  • Hochschule Mannheim 
Foto: David Ausserhofer
Die Siegerteams und Jurymitglieder im Finale des Förderwettbewerbs
Foto: David Ausserhofer
Das Team der Georg-August-Universität Göttingen im Wettbewerbsfinale
Foto: David Ausserhofer
Das Team der Leuphana Universität Lüneburg im Wettbewerbsfinale
Foto: David Ausserhofer
Das Team der Hochschule Mannheim im Wettbewerbsfinale

Die fünf weiteren Finalisten:

  • Hochschule für Technik und Wirtschaft Berlin 
  • Ruhr-Universität Bochum 
  • Universität Hildesheim
  • Johannes Gutenberg-Universität Mainz
  • Universität Regensburg

Das Förderprogramm ist auf eine Dauer von drei Jahren angelegt. Die Förderphase beginnt im Oktober 2018.

 

Veranstaltungen

Future-Skills-Tag im Rahmen der Themenwoche "Shaping the Digital Turn"
Die vom Hochschulforum Digitalisierung organisierte Themenwoche hat die Hochschulbildung im digitalen Zeitalter in den Fokus gerückt. Am 28. September 2018 ging es in Berlin speziell um das Thema Future Skills. In einer öffentlichen Auswahlrunde für das Förderprogramm "Digital Literacy Education" präsentierten acht Hochschulen ihre Lehr- und Lernkonzepte.
Mehr Info zum Future-Skills-Tag

Foto: Peter Himsel

Data Literacy Education Symposium
Die Gesellschaft für Informatik, die Heinz Nixdorf Stiftung und der Stifterverband haben im Rahmen eines Symposiums am 24. April 2018 das Thema Data Literacy und ihre Vermittlung näher beleuchtet. Dazu sollen Pioniere und Studienautoren aus dem In- und Ausland sowie Entscheider aus deutschen Hochschulen und dem Hochschulsystem in Berlin zusammenkommen.
Mehr Info zur Veranstaltung

 

Kontakt

Andreas Sorge

ist als Programmmanager/Wissenschaftlicher Referent im Bereich "Programm und Förderung" tätig.

T 030 322982-316
F 030 322982-515

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